24 Do September 2009
theaterwerkstatt der Hochschule Bremen / Bremen / Deutschland
Rücksichtslos zeichnet der Dramatiker Büchner in verknappter Sprache das Bild vom Untergang eines Menschen, der sich gegen das soziale Kastenwesen nicht zur Wehr setzt und deshalb scheitern muss. Woyzeck und seine Frau Marie stammen aus ärmsten Verhältnissen. Und die beiden haben ein gemeinsames Kind. Mit jeder Aktion, für sich und seine Familie erträgliche Verhältnisse zu schaffen, wird dem gehetzten Woyzeck brutal bewusst, dass das für ihn unmöglich bleibt. Seine Ohnmacht mündet schließlich in eine Verzweiflungstat: Er tötet Marie, die er liebt und die er zum Überleben braucht. Die ungeschönte Auseinandersetzung mit der inneren Zerrissenheit der Figuren im Stück prägt die ehrliche Arbeit Holger Möllers und der StudentInnen der Hochschule Bremen an dem immer noch beklemmend aktuellen Stoff.
Regie: Holger Möller. Mitwirkende: Matthias Blankenhorn, Paula Führer, Eren Güler, Moritz Haas, Alena Hecker, Gabriel Lonquich, Nora Maciol, Inga Meyerdierks, Florian Oberlechner, Fabio Röpke, Saba Sameeian, Nadine Scheffler, Pia Schreiber, Miriam Schwarz, Bilgehan Vatan, Christian Wöckel.